Woran scheitern Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen

Woran scheitern Innovationen LOOPINGS Innovation Systems

Alle sind sich einig und jeder redet darüber. Das Thema Innovation scheint echt wichtig zu sein. Gibt man zum Beispiel online den Begriff Innovation ein, erhält man allein bei Amazon über 80.000 passende Treffer, bei Google sind es sogar ca. 810.000.000 und für den Begriff Business Development sind es gar 3.090.000.000 Treffer. Keine Frage – die Themen sind für Unternehmen von großer Bedeutung! Das zeigen auch etliche Geschäftsberichte von namhaften Unternehmen, sind diese doch an vielen Stellen mit den Begriffen gespickt. Insgesamt scheint es also ein großes Bedürfnis nach Innovationen und damit zukünftigen Einnahmequellen zu geben.

Das vordringliche Tagesgeschäft hat Priorität!

Und auch wenn das Thema so wichtig zu sein scheint. Leider erleben wir sehr häufig, dass das Tagesgeschäft in der Praxis stark überbetont wird. Wenn sich ein Unternehmen früher oder später doch mit dem Thema Innovation auseinandersetzt, geschieht dies im Wesentlichen aus drei Gründen. Neben den Unternehmen, die es durchaus ernst meinen, gibt es zwei weitere Spezies. Während die Einen mal ein bisschen mit Innovationen “spielen” wollen, weil es gerade so angesagt ist, sehen sich die Anderen eher damit konfrontiert, dass Umsätze wegbrechen, weil sich wesentliche Randbedingungen (äußere wie innere) geändert haben, die jetzt zu deutlichen Umsatzeinbußen führen. Das sprichwörtliche Kind ist also in den Brunnen gefallen oder ist zumindest kurz davor. Was darauf folgt, ist ein oftmals aus der Existenzangst heraus entstehender blinder Aktionismus. Und Angst ist auf dem Weg zu neuen Innovationen kein allzu guter Begleiter. Zusätzlich fehlt es oft auch an Zeit und finanziellen Mitteln, um das Ruder noch rumzureißen. Doch selbst wenn alles perfekt läuft. Bis zu 70 % der geplanten Innovationsvorhaben bringen nicht den gewünschten Erfolg und scheitern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Produktinnovationen, Geschäftsmodellinnovationen oder auch digitale Innovationen handelt.

Innovationen durchlaufen drei kritische Phasen

Woran scheitern Innovationen? LOOPINGS Innovation Systems

Ein genauer Blick auf gescheiterte Innovationsvorhaben lohnt sich. Dabei wird ersichtlich, dass die Stolperfallen im Wesentlichen an drei Stellen lauern. Diese kennen wir alle natürlich genau! Ja, sie sind auch mehrfach analysiert und in Fachbüchern und Studien festgehalten worden. Wir wollen ja auch nicht das Rad neu erfinden oder es besser wissen als alle anderen, sondern viel lieber ein bisschen von unseren eigenen Erfahrungen aus mehr als 10 Jahren berichten. Vielleicht erkennen Sie das eine oder andere Schema ja wieder oder haben selbst ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die Startphase: Bedarf erkennen, Ideen finden und aufgleisen

In der Startphase müssen der Bedarf erkannt und erste Ideen gefunden werden. Klingt erst mal gar nicht so schwer, allerdings lauern in dieser Phase bereits einige Hindernisse und Stolperfallen, die es zu überwinden gibt. Häufig bemerken Unternehmen erst gar nicht, dass es dem bestehenden Produktportfolio an Zukunftsorientierung mangelt und eine Erneuerung nötig ist. Dabei wird die eigene Marktposition gerne überschätzt und die Position der Mitbewerber und insbesondere der neuen Akteure vollkommen außer Acht gelassen. Das Tagesgeschäft steht halt immer an erster Stelle und sämtlichen Aufgaben darüber hinaus wird einfach zu wenig Beachtung geschenkt. Das ist schade, denn viele potenzielle Innovationsfelder werden so erst gar nicht erkannt und es kommt zu einem Mangel an guten Ideen. Andere wiederum haben viele Ideen, vergessen aber diese valide zu bewerten, zu  priorisieren und zu selektieren. Dabei soll jede Idee ein voller Erfolg werden und das natürlich in kürzester Zeit – ziemlich unrealistisch, wenn man bedenkt, dass die meisten Innovationen aus Zufällen entstanden sind. Finden Sie nicht? Ein weiterer Grund, warum viele Innovationen scheitern, ist die fehlende Einbeziehung des Kunden und die genaue Analyse seiner Bedürfnisse. Wenn man nicht genau weiß, was die eigenen Kunden wollen, wie soll dann bitte ein umsatzstarkes Produkt oder gar eine neue Cash Cow dabei herauskommen?

Die Idee erwacht zum Leben

In der zweiten Phase werden die Ideen zum Leben erweckt. Auch hier gibt es einiges zu beachten, um sicher ans Ziel zu gelangen. Neben der Beherrschung zugrunde liegender Technologien und dem richtigen Reifegradmanagement ist auch hier wieder die kontinuierliche Interaktion mit dem Kunden gefragt. Aber auch das eigene Team spielt eine große Rolle, wenn es um den Erfolg von Innovationen geht. Häufig scheitern geplante Innovationsprojekte an einer ungeeigneten Teamkonstellation und fehlendem Spirit. Die Teammitglieder und die gesamte Organisation sind in ihrem Denken sehr eingefahren und können sich nur schwer aus bereits bestehenden Denk- und Handlungsmustern lösen. Die vorherrschende dominante Logik des Unternehmens tut ihr Übriges. Dazu kommt der Erfolgsdruck. Die Innovation soll möglichst schnell vorangetrieben und direkt in Markterfolg verwandelt werden. Nicht selten werden für die Bewertung einer Innovation auch unpassende KPI’s aus der operativen Unternehmensführung herangezogen. Damit sind die meisten Innovationen bereits dem Tode geweiht.

Der letzte Schritt zum Markterfolg 

Woran scheitern Innovationen? LOOPINGS Innovation Systems

In der dritten Phase geht es letztendlich darum, die Arbeit der vergangenen Monate in Markterfolg zu verwandeln. Ein immer wieder beobachtetes Problem ist das falsche Timing. Innovationen werden oft entweder zu früh oder zu spät am Markt platziert – der gewünschte Erfolg bleibt aus. Durch die zuvor beschriebene intensive Einbeziehung der Kunden über die gesamte Entstehungsphase ist das Risiko aber gut beherrschbar. Weitere Herausforderungen lauern im Business Development und im Vertrieb. Durch ein fehlendes systematisches Business Development und eine unzureichende oder zu späte Vorbereitung der Vertriebsmitarbeiter wird ein durchschlagender Markterfolg oft auf den letzten Metern verhindert. Unserer Erfahrung nach sterben hier die meisten Innovationen den einsamen Heldentod. Das verwundert uns immer wieder, denn an keiner anderen Stelle ist das Risiko durch geeignete Maßnahmen so leicht zu beeinflussen.

Es ist natürlich klar, dass selbst unter Berücksichtigung der genannten Faktoren nicht jede Idee eine neue Cash Cow wird. Allerdings kann durch die richtigen Stellhebel eine deutliche Steigerung der Innovationsquote erzielt werden. Dafür brauchen Sie lediglich etwas Wissen, einige Methoden und ganz viel richtigen Mindset der beteiligten Menschen. So wird aus Innovationsfrust wieder Innovationslust!

Was denken Sie? Wo liegen Ihrer Meinung nach die größten Stolpersteine auf dem Weg von der Idee bis zum Markterfolg?

Hier finden Sie unseren heutigen Beitrag als PDF-Datei.

Woran scheitern Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen

Woran scheitern Innovationen LOOPINGS Innovation Systems

Alle sind sich einig und jeder redet darüber. Das Thema Innovation scheint echt wichtig zu sein. Gibt man zum Beispiel online den Begriff Innovation ein, erhält man allein bei Amazon über 80.000 passende Treffer, bei Google sind es sogar ca. 810.000.000 und für den Begriff Business Development sind es gar 3.090.000.000 Treffer. Keine Frage – die Themen sind für Unternehmen von großer Bedeutung! Das zeigen auch etliche Geschäftsberichte von namhaften Unternehmen, sind diese doch an vielen Stellen mit den Begriffen gespickt. Insgesamt scheint es also ein großes Bedürfnis nach Innovationen und damit zukünftigen Einnahmequellen zu geben.

Das vordringliche Tagesgeschäft hat Priorität!

Und auch wenn das Thema so wichtig zu sein scheint. Leider erleben wir sehr häufig, dass das Tagesgeschäft in der Praxis stark überbetont wird. Wenn sich ein Unternehmen früher oder später doch mit dem Thema Innovation auseinandersetzt, geschieht dies im Wesentlichen aus drei Gründen. Neben den Unternehmen, die es durchaus ernst meinen, gibt es zwei weitere Spezies. Während die Einen mal ein bisschen mit Innovationen “spielen” wollen, weil es gerade so angesagt ist, sehen sich die Anderen eher damit konfrontiert, dass Umsätze wegbrechen, weil sich wesentliche Randbedingungen (äußere wie innere) geändert haben, die jetzt zu deutlichen Umsatzeinbußen führen. Das sprichwörtliche Kind ist also in den Brunnen gefallen oder ist zumindest kurz davor. Was darauf folgt, ist ein oftmals aus der Existenzangst heraus entstehender blinder Aktionismus. Und Angst ist auf dem Weg zu neuen Innovationen kein allzu guter Begleiter. Zusätzlich fehlt es oft auch an Zeit und finanziellen Mitteln, um das Ruder noch rumzureißen. Doch selbst wenn alles perfekt läuft. Bis zu 70 % der geplanten Innovationsvorhaben bringen nicht den gewünschten Erfolg und scheitern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Produktinnovationen, Geschäftsmodellinnovationen oder auch digitale Innovationen handelt.

Innovationen durchlaufen drei kritische Phasen

Woran scheitern Innovationen? LOOPINGS Innovation Systems

Ein genauer Blick auf gescheiterte Innovationsvorhaben lohnt sich. Dabei wird ersichtlich, dass die Stolperfallen im Wesentlichen an drei Stellen lauern. Diese kennen wir alle natürlich genau! Ja, sie sind auch mehrfach analysiert und in Fachbüchern und Studien festgehalten worden. Wir wollen ja auch nicht das Rad neu erfinden oder es besser wissen als alle anderen, sondern viel lieber ein bisschen von unseren eigenen Erfahrungen aus mehr als 10 Jahren berichten. Vielleicht erkennen Sie das eine oder andere Schema ja wieder oder haben selbst ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die Startphase: Bedarf erkennen, Ideen finden und aufgleisen

In der Startphase müssen der Bedarf erkannt und erste Ideen gefunden werden. Klingt erst mal gar nicht so schwer, allerdings lauern in dieser Phase bereits einige Hindernisse und Stolperfallen, die es zu überwinden gibt. Häufig bemerken Unternehmen erst gar nicht, dass es dem bestehenden Produktportfolio an Zukunftsorientierung mangelt und eine Erneuerung nötig ist. Dabei wird die eigene Marktposition gerne überschätzt und die Position der Mitbewerber und insbesondere der neuen Akteure vollkommen außer Acht gelassen. Das Tagesgeschäft steht halt immer an erster Stelle und sämtlichen Aufgaben darüber hinaus wird einfach zu wenig Beachtung geschenkt. Das ist schade, denn viele potenzielle Innovationsfelder werden so erst gar nicht erkannt und es kommt zu einem Mangel an guten Ideen. Andere wiederum haben viele Ideen, vergessen aber diese valide zu bewerten, zu  priorisieren und zu selektieren. Dabei soll jede Idee ein voller Erfolg werden und das natürlich in kürzester Zeit – ziemlich unrealistisch, wenn man bedenkt, dass die meisten Innovationen aus Zufällen entstanden sind. Finden Sie nicht? Ein weiterer Grund, warum viele Innovationen scheitern, ist die fehlende Einbeziehung des Kunden und die genaue Analyse seiner Bedürfnisse. Wenn man nicht genau weiß, was die eigenen Kunden wollen, wie soll dann bitte ein umsatzstarkes Produkt oder gar eine neue Cash Cow dabei herauskommen?

Die Idee erwacht zum Leben

In der zweiten Phase werden die Ideen zum Leben erweckt. Auch hier gibt es einiges zu beachten, um sicher ans Ziel zu gelangen. Neben der Beherrschung zugrunde liegender Technologien und dem richtigen Reifegradmanagement ist auch hier wieder die kontinuierliche Interaktion mit dem Kunden gefragt. Aber auch das eigene Team spielt eine große Rolle, wenn es um den Erfolg von Innovationen geht. Häufig scheitern geplante Innovationsprojekte an einer ungeeigneten Teamkonstellation und fehlendem Spirit. Die Teammitglieder und die gesamte Organisation sind in ihrem Denken sehr eingefahren und können sich nur schwer aus bereits bestehenden Denk- und Handlungsmustern lösen. Die vorherrschende dominante Logik des Unternehmens tut ihr Übriges. Dazu kommt der Erfolgsdruck. Die Innovation soll möglichst schnell vorangetrieben und direkt in Markterfolg verwandelt werden. Nicht selten werden für die Bewertung einer Innovation auch unpassende KPI’s aus der operativen Unternehmensführung herangezogen. Damit sind die meisten Innovationen bereits dem Tode geweiht.

Der letzte Schritt zum Markterfolg 

Woran scheitern Innovationen? LOOPINGS Innovation Systems

In der dritten Phase geht es letztendlich darum, die Arbeit der vergangenen Monate in Markterfolg zu verwandeln. Ein immer wieder beobachtetes Problem ist das falsche Timing. Innovationen werden oft entweder zu früh oder zu spät am Markt platziert – der gewünschte Erfolg bleibt aus. Durch die zuvor beschriebene intensive Einbeziehung der Kunden über die gesamte Entstehungsphase ist das Risiko aber gut beherrschbar. Weitere Herausforderungen lauern im Business Development und im Vertrieb. Durch ein fehlendes systematisches Business Development und eine unzureichende oder zu späte Vorbereitung der Vertriebsmitarbeiter wird ein durchschlagender Markterfolg oft auf den letzten Metern verhindert. Unserer Erfahrung nach sterben hier die meisten Innovationen den einsamen Heldentod. Das verwundert uns immer wieder, denn an keiner anderen Stelle ist das Risiko durch geeignete Maßnahmen so leicht zu beeinflussen.

Es ist natürlich klar, dass selbst unter Berücksichtigung der genannten Faktoren nicht jede Idee eine neue Cash Cow wird. Allerdings kann durch die richtigen Stellhebel eine deutliche Steigerung der Innovationsquote erzielt werden. Dafür brauchen Sie lediglich etwas Wissen, einige Methoden und ganz viel richtigen Mindset der beteiligten Menschen. So wird aus Innovationsfrust wieder Innovationslust!

Was denken Sie? Wo liegen Ihrer Meinung nach die größten Stolpersteine auf dem Weg von der Idee bis zum Markterfolg?

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